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Hundehütte

Horst

Gestatten, ich bin Horst. Ich bin ein Hund mit Vergangenheit, wie man so schön sagt. Keine sonderlich glorreiche, das muss ich schon zugeben. Aber ich bin ein Hund ... für das was ich bin, sind Menschen verantwortlich. Mit hochtrabendender Abstammung kann ich nicht dienen. Ich kenne nicht einmal mein Geburtsdatum.

Nachdem ich in meinem alten Zuhause nicht mehr bleiben konnte, saß ich wochenlang im Tierheim, in einem Zwinger mit Auslauf. Ich durfte regelmäßig an der Leine spazierengehen. Es gab auch Streicheleinheiten. Aber so richtig schön war das alles nicht. Und dann standen sie plötzlich vor mir: mit drei Kindern und einer Hündin. Und ich sah im Gesicht der Frau ein "Ups, nicht ganz das was ich gedacht hatte". Da wurde mir schon schwer ums Herz. Doch dann sah sie mir in meine kugelrunden Augen und ich spürte plötzlich viel Wärme. Wir gingen spazieren, wir kuschelten und dann gingen sie ... und ich blieb. Alles Bellen half nicht, sie fuhren einfach weg.

Doch sie kamen wieder, nur wenige Tage danach. Und sie nahmen mich mit. Jetzt ist es an mir, all das zu sortieren, was hier auf mich einprasselt. Regeln lernen, Benehmen schulen, Grenzen wahren. Ich gebe mir große Mühe und mache sichtbare Fortschritte. Wenn ich die Wahl habe, bin ich gern dicht bei meinen neuen Menschen. Selbst wenn der Mann das Saxophon anstimmt. weiche ich nicht von der Stelle, sondern schlafe gemütlich schnarchend keinen halben Meter davon entfernt.

Den Kaninchen im Garten schenke ich ebenso einen gelangweilten Blick wie dem Nachbarshund. Ich versuche lieber die Maus auszubuddeln oder lasse mir die Sonne aufs Fell scheinen. Manchmal packe ich meinen Sturkopf aus, allerdings lässt mir Frauchen das nicht durchgehen. Dafür hab ich sie gern und verteidige auch gegen große Hunde und Menschen Haus und Hof.

die Hütehunde

Eigentlich, bei Lichte betrachtet, sind unsere Hunde keine Hütehunde. Aber eine echte Schafherde ohne Hund ist wie Suppe ohne Salz. In unserem Fall zog als Ersthund ein Cairnterrier ein. Die fallen eher unter die Kategorie "schottische Grabewunder". Aus dem einen Hund wurde nach einigen Jahren und langem Sparen (gute Züchter nehmen gutes Geld) ein Paar. Leider war selbigem nur eine kurze Zeit gemeinsam vergönnt, aber es war eine intensive Zeit. Während Rambo eher die ruhige Kugel schob, brachte Cora jede Menge Pfeffer im Hintern mit.

Lange war unklar, wann und ob nach Rambos Tod überhaupt noch mal ein Zweithund hier einzieht. Umzugsbedingt stand uns dann plötzlich auch der Bereich "Tierheimhund" offen. In der Theorie, denn die Praxis erwies sich als komplizierter. Letztlich aber fand durch Zufall ein Rüde namens Horst den Weg in unser Haus. Kleiner als ich es wollte, älter als ich es wollte - aber er brach mein Herz beim ersten Blick in mein Gesicht.

Rambo

Hallo, ich bin Rambo. Ich wurde am 25.7.1999 in Toppenstedt bei Hamburg geboren. Ich bin ein Cairnterrier ohne Papiere, als "Privatunfall" habe ich nur einen Impfpass bekommen. Ich bin laut Unterlagen schwarz gestromt, meine Zweibeiner sagen liebevoll "Grauer" zu mir.

Weiterlesen: Rambo

Cora

Hallo, ich bin Cora. Ich wurde am 19.6.2007 in Petershagen geboren. Ich bin ein weizenfarbener Cairnterrier. Meine Mutter ist Maybelle Cairn Bries, mein Vater Ivanhoe of Barnsley.

Als die Schäfchenfamilie mich aussuchte, ahnte sie noch nicht, was sie sich mit mir einhandelt. Ich machte einen lieben und niedlichen Eindruck. Als Wirbelwind entpuppte ich mich erst nach meinem Umzug ins neue Zuhause. Mein Handwerkszeug zum guten Familienhund lernte ich in der Hundeschule von Frau Heiner.

 

Ich bin ein Cairn, wie er im Buche steht. Bewegungsfreudig, grabefreudig und ein Terrier eben. Andererseits kann ich ein zuverlässiger Partner sein. Ich bin sehr wissbegierig. Am liebsten trainiere ich mit dem Clicker, da habe ich viel Spaß bei und muss gleichzeitig viel nachdenken. Ich tobe gern im Garten, der dabei allerdings ab und an mal Schaden nimmt, sehr zum Verdruss meines Frauchens.

 

Mit Rambo verstand ich mich von Anfang an gut. Toben, jagen, Blödsinn machen - zu zweit ist das alles viel schöner. Nach seinem Weg über die Regenbogenbrücke habe ich ihn lange Zeit vermisst. Meine Zweibeiner dachten immer wieder darüber nach, mir wieder einen Weggefährten zur Seite zu stellen. Da ich aber einen ziemlichen Dickkopf habe und sehr dominant auftrete, war das gar nicht so einfach. 

Nach unserem Umzug ins eigene Haus dachte ich, jetzt habe ich auch endlich mal jemanden zum Toben. Nebenan wohnt nämlich ein großer Hund. Leider gibt das immer Schimpfe, wenn wir bellend am Zaun rauf und runter laufen.

Aber nun ist ja  Horst da. Leider tobt er nicht mit mir. Wie man sich gegenseitig den Ball klaut, weiß er aber schon. Ist ein netter, ruhiger Typ. Mich ärgert nur, dass ich jetzt Frauchen und Herrchen und mein Futter teilen muss. *grrr* Aber es ist schön, nicht mehr allein zu sein.

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